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Ist Ihr Text schnell lesbar? Was scannendes Lesen fürs Schreiben bedeutet. Eine Checkliste

Liebe Leserinnen und Leser des Schreibtipps,

gern gestehen wir uns das nicht ein: Viele der von uns verfassten E-Mails, Informations- oder Werbetexte werden nur kurz angelesen oder überflogen. Oder manchmal auch gar nicht beachtet.

Darüber kann man sich ärgern (vor allem, wenn dadurch keine Rückmeldungen zu unseren Fragen oder Anliegen kommt).

Oder wir können etwas dafür tun, dass auch beim schnellen Lesen – oder Scannen (bis zu 1000 Wörter/Minute) – das Wichtigste ankommt. Darum geht es in der Checkliste:


Ist Ihr Text schnell lesbar?


1. Lese-Aufmerksamkeit: Wo steht das Wichtigste?

Überlegen Sie, was die zentrale Botschaft Ihres Textes ist und was der Appell, also das, was Sie sich vom anderen wünschen.

Dann prüfen Sie, wo beides steht. Schon in der Überschrift? Perfekt! Im ersten Absatz? Gut! Im zweiten, dritten oder vierten Absatz? Dann könnte es passieren, dass der Lesende Ihr eigentliches Anliegen verpasst – und Sie z.B. keine Antwort auf Ihre E-Mail bekommen.

Ziehen Sie die Kernaussagen Ihres Textes nach oben. Auch das Datum, zu dem Sie sich eine Antwort wünschen, können Sie schon in der Betreffzeile platzieren.

2. Enthält Ihr Text Hervorhebungen?

Nicht jeder Text wird nur überflogen. Aber es schadet auch keinem, wenn Sie die wichtigsten Aussagen und Wörter fett hervorheben. So bekommt „der Überfliegende" alles mit und die anderen Lesenden merken auch, was Ihnen besonders wichtig ist.

Aber: Heben Sie nur das hervor, was der andere unbedingt bemerken und sich merken soll. Und das am besten so, dass das Hervorgehobene im Zusammenhang verstanden werden kann.

3. Lesehappen: Darf´s ein Absatz mehr sein?

Der Appetit kommt beim Schauen. Umso kürzer die einzelnen Lesehappen Ihres Textes sind, desto eher kommen Lesende in Versuchung, einfach hereinzulesen. Halten Sie deshalb Ihre Absätze im Durchschnitt 2-5 Zeilen lang.

Wenn Sie außerdem Zwischenüberschriften einbauen, fällt es noch leichter, sich einen Überblick über den Text und seine Botschaft zu verschaffen.

4. Wenn doch nichts kommt: Freundlich erinnern.

Und wenn es bei aller Lesefreundlichkeit doch keine Rückmeldung zu Ihrem Anliegen gibt? Dann haben Sie immer noch eine Chance: Erinnern Sie.

Wenn Sie zunächst eine eher komplexe E-Mail mit mehreren Informationen geschickt haben, kann eines Ihrer Anliegen beim Empfänger untergegangen sein. Legen Sie dann den Schwerpunkt bei Ihrer Erinnerung nur auf dieses eine Thema und nennen es schon in der Betreffzeile.


Auf dass Ihre Texte gelesen und beachtet werden, herzliche Grüße

 

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