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Vom Call-to-action zum Call-to-value

Liebe Leserinnen, liebe Leser des Schreibtipps,

hier klicken“, „mehr erfahren“, „jetzt teilnehmen“, „Heft bestellen“ – die Liste der Dinge, die ich in E-Mailings und Newsletter, auf Online-Seiten und Social-Media-Portalen tun soll, ist lang.

Ob wir weiterlesen, etwas herunterladen, kaufen, bestellen oder buchen, hängt natürlich nicht nur vom Link ab, sondern vom Angebot selbst und unseren Bedürfnissen. Aber ganz unwichtig ist die Formulierung des „Call-to-...“ eben nicht.

Vor allem kurz und aktivierend soll er sein, diese beiden Regeln zum Call-to-action haben sich den meisten tief eingeprägt. Darüber lässt es sich allerdings aus dem Blick verlieren, dass er auch aussagekräftig und nutzenorientiert zu sein hat.

Ob bei allen neuen Begriffen ein Mehrwert dahintersteckt, da darf man ruhig skeptisch sein.  Beim Call-to-value ist es allerdings so für mich, weil er einen anderen Blick auf den Zweck des „Call-to…“ schafft. 

Call-to-action oder Call-to-value - wie ein neuer Begriff die Sichtweise ändert:

1. Braucht der Appell auch einen Nutzen?

Wir über-fliegen mehr als wir lesen – gerade wenn es um werbliche Texte geht. Das scannende Lesen setzt sich immer mehr durch.

Wenn nun irgendwo auf der Online-Seite oder im Mailing „Jetzt downloaden“ steht, dann ist oft nicht klar, was heruntergeladen werden soll – und mit welchem Nutzen. Auch bei „Jetzt anmelden!“ sehe ich meinen Vorteil nicht gleich. Anders ist es bei „Leseprobe“ oder „Gratis Messticket sichern“. Da sehe ich sofort – und im Zusammenhang mit dem Link – meinen Nutzen.

Am besten enthalten Angebots- und Verkaufstexte also nicht nur sowieso gute und schlüssige Nutzenargumentationen. Sondern auch der Call-to-action-Button oder -Link weist auf diesen Nutzen hin und zeigt mir klar, was ich bekomme, wenn ich klicke.

2. Aktivierend oder wertvoll? 

Ein guter Call-to-action enthält ein (aktivierendes) Verb, eine zweite Grundregel. Das ist der Hintergrund für viele „Jetzt bestellen“, „Hier klicken“ und „Mehr erfahren“.

Verben aktivieren zum Handeln, das stimmt. Wenn wir vom Call-to-value her denken, steht aber auch bei der Aktivierung der Kundennutzen im Fokus. Wenn ich also dazu motivieren möchte, diesen Newsletter zu bestellen, dann wäre es besser, „Schreibtipps erhalten“ zu schreiben statt „Newsletter bestellen“.

Schauen Sie sich Ihre Call-to-actions darauf an, wie konkret, aussagekräftig und nutzenorientiert sie sind. Und natürlich auch aktivierend und so kurz wie möglich. Und testen Sie, ob es bei Ihnen bessere Ergebnisse bringt, wenn Sie den Call-to-value mitdenken.

Ich wünsche Ihnen eine gute Kommunikation mit Ihren Kundinnen und Kunden, bei denen diese ihren Nutzen in Ihren Zielen sehen.

Herzliche Grüße